Vorbildcharakter: Kreis bietet kostenlose Kadavertonnen an

Mitarbeiter von Kreisverwaltung, Landwirtschaftskammer und Landwirtschaftlichem Kreisverband tauschen sich aus
Neben allgemeinen Fragen zur Struktur und Entwicklung der Landwirtschaft im Märkischen Kreis, vorgestellt von Dr. Harald Lopotz, Landwirtschaftskammer, waren Hauptthemen des Treffens die Verwendung von Ersatzgeldern und die ASP-Prävention. Hier überraschte die Veterinärin Quambusch-Bröer mit der Nachricht, dass der Kreis Jägern kostenlos Kadavertonnen zur Verfügung stellt, um die fahrlässige Verbreitung der ASP durch Kadaverreste im Wald einzudämmen. Zwar müssen diese auf eigene Kosten in Lüdenscheid abgeholt werden, die Kosten der Abfuhr der gefüllten Tonnen durch Secanim werden allerdings vom Kreis getragen. Nähere Auskünfte erteilt im Veterinäramt Anja Quambusch-Bröer unter 02351/9666548.
Hinsichtlich der Verwendung von Ersatzgeldern (z.B. aus Windkraftprojekten) stellte WLV-Agrarberater Axel Lohmann Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft vor. Auf reges Interesse der Unteren Naturschutzbehörde stieß hier die Idee, Anforderungen an den Naturschutz bei Ausgleichsmaßnahmen auch im Grünland umzusetzen und diese über Ersatzgelder zu finanzieren. Hier sind jetzt zeitnah Gespräche zwischen der Unteren Naturschutzbehörde, der Stiftung und dem Landwirtschaftlichen Kreisverband geplant.
Mindestens einmal im Jahr treffen sich der enge Vorstand des Kreisverbandes – Ulrich Brinckmann, Dr. Christina Große-Frericks und Hendrik Vedder - sowie Kreisgeschäftsführerin Nikola Galla und Agrarberater Axel Lohmann gemeinsam mit Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer mit zuständigen Vertretern der Kreisverwaltung des Märkischen Kreises, um aktuelle Themen rund um die Landwirtschaft zu besprechen. Meist werden – wie in diesem Fall – zeitnahe, unbürokratische Lösungen für verschiedene Hindernisse gefunden.