Besuch bei Landrat und Kreisdirektor

Landwirtschaft im Kreis nutzt Gelegenheit für ihre Themen
Erntedank im Kreishaus: Zum zweiten Mal trafen sich am Freitag, 9. Oktober, VertreterInnen der Landwirtschaft aus dem Kreis Olpe mit Landrat Theo Melcher und Kreisdirektor Philipp Scharfenbaum zum Hintergrundgespräch.
Bei der Ernte noch "ganz gut weggekommen"
Michael Richard, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe, berichtete zu Beginn des Austausches über den Ernteverlauf in der Region. Man sei bei Getreide und Mais noch ganz gut weggekommen, bei Grünland bilanzierte er einen sehr guten ersten Schnitt und nach der Sommerdürre doch noch erstaunlicherweise eine sehr grüne Ernte Ende August. Somit sei die Futterversorgung für die Rinder für den Winter an den allermeisten Standorten gesichert.
Auch Waldbauernvorsitzender Michael Bieke konnte berichten, dass trotz des sehr trockenen Sommers viele Neuanpflanzungen erstaunlich gut angegangen seien, die Verluste seien nicht übertrieben hoch. Aber es seien bereits die ersten Borkenkäfer wieder aufgetaucht, die den Wald immens schädigten.
Landrat spricht den Bauernfamilien zu Erntedank einen herzlichen Dank für ihre Arbeit aus
Landrat Theo Melcher sagte zum Erntedankfest: „Unser herzlicher Dank gilt allen Landwirtinnen und Landwirten, die mit ihrer Arbeit jeden Tag dazu beitragen, dass unser aller Lebensmittelversorgung gesichert ist.“
Bei der Bekämpfung der ASP arbeiten alle vorbildlich zusammen
Dann stand die Entwicklung der ASP (Afrikanische Schweinepest) im Mittelpunkt. Der nunmehr fertiggestellte Zaun und deutlich weniger Kadaverfunde bei Wildschweinen ließen bei den Verantwortlichen die Hoffnung keimen, die Viruserkrankung weiterhin in Schranken halten zu können. Kreisverbandsvorsitzender Michael Richard und sein Stellvertreter Bernd Eichert lobten an dieser Stelle ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Behörden, der Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft und den Praktikern vor Ort. Allen Beteiligten sei aber bewusst, dass die Bekämpfung der ASP ihnen weiterhin große Anstrengungen abverlangt.
Wolfsangriffe im Nachbarkreis beunruhigen
Zum Wolf gab es im Kreis Olpe nach den verheerenden Angriffen im Frühling in Scheiderwald keine neuen Entwicklungen, Sorgen bereiten den Tierhaltern allerdings die jüngsten vermehrten Schafsrisse im benachbarten Kreis Siegen-Wittgenstein. Auch hier wünschen sich die Bauern und Bäuerinnen die Entnahme auffällig gewordener Wölfe. Bernd Eichert, zweiter Kreisverbandsvorsitzender und Wolfsbeauftragter des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV): „Wir wollen beileibe nicht den Wolf ausrotten, wir brauchen aber eine wirksame Entfernung der Exemplare, die sich daran gewöhnt haben, statt auf Wild- auf Nutztiere Jagd zu machen.“
Landfrauen bringen üppige Dekoration ins Kreishaus
Die Landfrauen aus dem Kreis Olpe unter Leitung von Annette Stuff hatten eine üppige Dekoration (s. Foto) zum Erntedankfest für das Kreishaus zusammengestellt.