Montag ist Weltmilchtag | 29. Mai 2026

Milchviehhaltung in der Region rückläufig, aber weiterhin wichtig

Kühe können als Wiederkäuer das Gras der heimischen  Wiesen und Weiden verwerten. Sie wandeln es in hochwertige Lebensmittel wie Milch um und machen somit die enthaltenen Nährstoffe nutzbar.
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Landwirtevorsitzener Döring: „Kühe geben nicht nur Milch. Sie sind unverzichtbar für unsere Kulturlandschaft und wichtige Partner in natürlichen Kreisläufen.“

Ruhr-Lippe (wlv). Am kommenden Montag steht die Milch im Zentrum. Am 1. Juni wird in vielen Ländern der Erde der Internationale Tag der Milch gefeiert. 55 Höfe mit Milchkuhhaltung wurden bei der letzten Zählung am 3. November 2025 in der Region gezählt; davon 28 im Kreis Unna, 22 in Hamm, zwei in Dortmund, zwei in Bochum und ein Hof in Herne.

 Seit 1957 wird der Internationale Tag der Milch begangen. „Die Zahl der Milchviehhalter ist auch in unserer Region, wie in vielen Teilen Deutschlands, seit vielen Jahren rückläufig,“ sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe Thomas Döring und führt weiter aus: „Dennoch bleiben die vorhandenen Familienbetriebe ein wichtiger Bestandteil der regionalen Landwirtschaft und der Lebensmittelversorgung.“

 „Kühe geben nicht nur Milch. Sie sind unverzichtbar für unsere Kulturlandschaft und wichtige Partner in natürlichen Kreisläufen.“ Besonders in den Grünlandregionen entlang der Lippe und im Süden des Kreises seien Milchkühe prägend für die Landwirtschaft. „Rinder können, anders als wir Menschen, als Wiederkäuer das Gras unserer heimischen Wiesen und Weiden verwerten. Sie wandeln es in hochwertige Lebensmittel wie Milch um und machen die enthaltenen Nährstoffe für uns nutzbar“, erklärt der Landwirt. Auch ökologische Aspekte spielten eine Rolle. Grünlandflächen bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, tragen zum Bodenschutz bei und können Kohlenstoff speichern. „Dauergrünland leistet damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Stabilität unserer Kulturlandschaft“, so Döring.

 Darüber hinaus könnten Milchkühe Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung verwerten. „Was bei der Produktion pflanzlicher Lebensmittel nicht für den Menschen nutzbar ist, kann über die Tierernährung sinnvoll eingesetzt werden. So werden Stoffkreisläufe geschlossen und Ressourcen effizient genutzt“, erklärt Döring.

Auch für die Versorgung mit Lebensmitteln bleibe Milch ein wichtiger Bestandteil. Sie liefere Eiweiß, Calcium und weitere wertvolle Nährstoffe. „Gerade in unserer durch Krisen geprägten Zeit, in der Versorgungssicherheit wieder stärker in den Blick rückt, leisten regionale Milchviehbetriebe einen Beitrag zur stabilen Lebensmittelerzeugung“, sagt der Kreisverbandsvorsitzende.

  

Kurz erklärt: Was können Rinder, was Menschen nicht können?

Rinder können Gras verwerten, Menschen dagegen nicht. Der Grund liegt im besonderen Verdauungssystem der Wiederkäuer. Rinder besitzen mehrere Mägen, darunter den großen Pansen als wichtigsten Vormagen. Dort leben Milliarden Mikroorganismen, die die schwer verdaulichen Pflanzenfasern im Gras aufschließen.

So entstehen aus dem Gras Nährstoffe, die die Kuh nutzen kann. Durch das Wiederkauen wird das Futter zusätzlich zerkleinert und die Verdauung weiter verbessert. Auf diese Weise können Rinder Grünlandflächen nutzen und aus Pflanzen, die für den Menschen nicht essbar sind, hochwertige Lebensmittel wie Milch erzeugen.

 

Foto (wlv). Kühe können als Wiederkäuer das Gras der heimischen  Wiesen und Weiden verwerten. Sie wandeln es in hochwertige Lebensmittel wie Milch um und machen somit die enthaltenen Nährstoffe nutzbar.

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