Trockenheit machts staubig: Landwirte bitten um Verständnis

Ob beim Roden der Kartoffeln, beim Grubbern oder bei der Aussaat von Zwischenfrüchten und Raps - aktuell lässt sich Staub kaum vermeiden.
Kreis Soest (wlv). Der Regen fehlt; besonders die oben Bodenschichten sind in der Region pulvertrocken. Die anstehenden Feldarbeiten der Landwirtinnen und Landwirte gehen daher mit einer teils erheblichen Staubentwicklung einher, so eine Mitteilung des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest.
„Ob beim Roden der Kartoffeln, beim Grubbern oder bei der Aussaat von Zwischenfrüchten und Raps - aktuell lässt sich Staub kaum vermeiden“, sagt Andreas König, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest und ergänzt: „Besonders der in unserer Region häufig vorhandene feine Lössboden staubt gerne etwas mehr.“ Dieser Boden sei für seine hohe Fruchtbarkeit bekannt, neige in Trockenzeiten durch die feinen Bodenteile aber zur Staubbildung.
„Wir Landwirtinnen und Landwirte geben uns Mühe auf die Windrichtung, insbesondere in der Nähe von Wohnhäusern, zu achten“, ergänzt der Landwirt und Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Werl Stephan Eckey. Trotz aller Sorgfalt sei es aber nicht immer möglich, zu verhindern, dass auch Anlieger vom Staub beeinträchtigt würden oder der Staub auf die Straßen wehe.
Die Arbeiten seien unverzichtbar, sind sich beide Landwirte einig: Zum einen, um wichtige Grundnahrungsmittel wie die Kartoffel zu ernten, zum anderen, um den Boden für die kommende Saat vorzubereiten sowie die neue Saat in den Boden zu bringen. „Auch unsere Maschinen leiden unter der Staubentwicklung, doch wir müssen die von der Natur vorgegebenen Zeitfenster nutzen und können die Arbeiten nicht verschieben“, gibt Andreas König zu bedenken. „Wir wünschen uns dringend Regen – doch solange dieser ausbleibt, können wir die Staubentwicklung nicht verhindern“, sagt Eckey. Die beiden Landwirte bitten daher alle Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis und empfehlen, während der Feldarbeiten nach Möglichkeit die Fenster geschlossen zu halten.