Tag der Milch am 1. Juni | 29. Mai 2026

Milchkühe leisten wichtigen Beitrag für Natur und Versorgung

„In unserer heimischen Mittelgebirgsregion mit dem hohem Grünlandanteil spielt die Milchkuhhaltung eine wichtige Rolle“, sagt Landwirtevorsitzender Dirk Kalthaus.
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Landwirtevorsitzender macht zum Weltmilchtag auf die Bedeutung der Milchkuhhaltung für den Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen aufmerksam

Ennepe-Ruhr-Kreis/Hagen (wlv). Rund um den 1. Juni rückt weltweit die Milch in den Mittelpunkt. Besonders im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen hat die Milchviehhaltung eine zentrale Bedeutung in der Landwirtschaft. In der heimischen Mittelgebirgsregion mit dem hohem Grünlandanteil spielt sie insbesondere für die Nutzung und Pflege dieser Flächen eine wichtige Rolle.

Seit 1957 wird der Weltmilchtag begangen. „Die Zahl der Milchkuhhalter ist auch bei uns seit vielen Jahren rückläufig, wie in vielen Regionen Deutschlands“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ennepe-Ruhr/Hagen Dirk Kalthaus. „Gerade in unserer Region mit viel Grünland sind die verbleibenden Milchviehbetriebe jedoch ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft“, erklärt er. Die Milchviehhaltung sei eng an die Standortbedingungen der Mittelgebirgsregion gebunden. „Milchkühe nutzen vor allem Grünlandflächen, die für den Ackerbau nur eingeschränkt geeignet sind. Sie sorgen dafür, dass diese Flächen weiterhin landwirtschaftlich genutzt und gepflegt werden“, so Kalthaus.

Rinder können als Wiederkäuer Gras und andere Pflanzen verwerten, die für den Menschen nicht nutzbar sind. „Sie wandeln diese in hochwertige Lebensmittel wie Milch um und machen die darin enthaltenen Nährstoffe für uns verfügbar“, erläutert der Landwirt.

Auch ökologische Funktionen des Grünlandes seien bedeutsam. Diese Flächen bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, schützen Böden vor Erosion und speichern Kohlenstoff. „Dauergrünland trägt damit auch zum Klimaschutz bei und prägt unsere Kulturlandschaft in der Region“, so Kalthaus.

Darüber hinaus könnten Milchkühe Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung verwerten. „Was bei der Produktion pflanzlicher Lebensmittel nicht für den Menschen nutzbar ist, kann über die Tierernährung sinnvoll verwertet werden. So werden Stoffkreisläufe geschlossen und Ressourcen genutzt“, erklärt Dirk Kalthaus.

Auch für die regionale Versorgung bleibe Milch ein wichtiges Lebensmittel. Sie liefere Eiweiß, Calcium und weitere wertvolle Nährstoffe. „Gerade in einer Zeit, in der Versorgungssicherheit wieder stärker in den Blick rückt, leisten regionale Milchviehbetriebe einen Beitrag zur stabilen Lebensmittelproduktion“, sagt der Kreisverbandsvorsitzende.

 

Kurz erklärt: Was können Rinder, was Menschen nicht können?

Rinder können Gras verwerten, Menschen dagegen nicht. Der Grund liegt in ihrem Verdauungssystem. Rinder besitzen mehrere Mägen, darunter den großen Pansen als wichtigsten Vormagen. Dort leben Milliarden Mikroorganismen, die die schwer verdaulichen Pflanzenfasern im Gras aufschließen.

So entstehen aus dem Gras Nährstoffe, die die Kuh nutzen kann. Durch das Wiederkauen wird das Futter zusätzlich zerkleinert und die Verdauung weiter verbessert. Auf diese Weise können Rinder gerade in Grünland- und Mittelgebirgsregionen Flächen nutzen, die für den Ackerbau kaum geeignet sind, und daraus hochwertige Lebensmittel wie Milch erzeugen.

 

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