Landwirtschaft vor Ort

Der Landwirtschaftliche Kreisverband im Stadtgebiet Münster zählt 546 Mitglieder in sechs Ortsverbänden. Kreisverbandsvorsitzende ist seit 2012 Susanne Schulze Bockeloh. 

Eckdaten zur Tierhaltung im Landwirtschaftlichen Kreisverband

75.383 Schweine

 98 Betriebe

10.532 Rinder

 124 Betriebe

34.765 Legehennen

486 Betriebe

85.423 Masthähnchen

26 Betriebe

69.025 Puten

20 Betriebe

420 Enten

46 Betriebe

509 Gänse

36 Betriebe

422 Ziegen

59 Betriebe

923 Schafe

95 Betriebe

2.791 Equiden

301 Betriebe

2.125 Bienenvölker

 286 Imker

Bitte beachten Sie zu o.g. Tierzahlen folgende Informationen:

  • Die Tierzahlen entsprechen den Meldungen nach tierseuchenrechtlichen Vorgaben.

  • Für Schweine, Schafe und Ziegen wird nur noch eine Zahl als Jahreshöchstbesatz erfasst; es ist keine Unterteilung mehr hinsichtlich Alter bzw. Nutzung bei der TSK zu melden.

  • Bei Geflügel und Bienen ist der Tierhalter verpflichtet seine Höchstzahl zu melden, unabhängig von den Stichtagsmeldungen.

  • Die Daten werden ab der Haltung eines einzigen Tieres (1 Huhn, 1 Pferd) erhoben und unterscheiden sich daher erheblich von den Meldungen des IT NRW.

  • Nicht alle bei der Tierseuchenkasse gemeldeten Betriebe müssen in einem Verband organisiert sein.

  • Die Daten zu den Betrieben können nicht addiert werden, da ein Tierhalter auch unterschiedliche Tierarten halten kann, d.h. es gibt Mehrfachmeldungen von Betrieben bei den verschiedenen Tierarten.

(Quelle: Landwirtschaftskammer NRW, Tierseuchenkasse; Abfrage 23.12.2025, Stand zum 01.12.2025)

Flächennutzung durch Landwirtschaft

Die in Münster landwirtschaftlich genutzte Fläche umfasst insgesamt 12.099 Hektar (und somit fast 40 Prozent der gesamten Stadtfläche von 30.328 Hektar), wobei der Anteil an Ackerland 9.835 Hektar (rund 32 Prozent) beträgt. Auf einer Fläche von 5.480 Hektar wird Getreide (Weizen, Gerste, Triticale, Roggen, Hafer, Dinkel, Emmer, Sommermenggetreide, Getreide-Leguminosen-Gemenge, Mais ohne Silomais) angebaut. Im Ackerbau hat vor allem der Anbau von Futtermitteln eine große Bedeutung, da die Veredlung (vor allem Schweinemast, Schweinezucht und Bullenmast) hier traditionell eine große Rolle spielt.

2.215 Hektar sind Grünland (7,3 Prozent der Stadtfläche). Winterraps wird auf 336 Hektar angebaut, Körner-Leguminosen mit Erbsen, Ackerbohnen/Dicke Bohnen und Lupinen umfassen 135 Hektar Fläche. Zuckerrüben werden im Stadtgebiet auf 68 Hektar angebaut.

16 landwirtschaftliche Betriebe haben im Jahr 2026 die Agrarumweltmaßnahme Ökolandbau beantragt und bewirtschaften dabei 780 Hektar Fläche. Rund 211 landwirtschaftliche Betriebe bewirtschaften im Stadtgebiet insgesamt 1.940 Hektar Waldfläche.

Allein im Zeitraum 2020 bis 2026 verzeichnet die Landwirtschaft in Münster einen Flächenverlust von rund 600 Hektar – insbesondere durch Siedlungs- und Gewerbebau, Infrastruktur und Schutzgebiete.

Gemüse- und Obstanbau in Münster

Auch der Anbau von Gemüse (u.a. Spargel, Salat, Zwiebeln, Kohl), Kartoffeln, Blumen und Sonderkulturen (wie zum Beispiel Erdbeeren) spielt für die hiesige Landwirtschaft eine wichtige Rolle. In Münster bauen drei Betriebe auf einer Fläche von 138 Hektar Spargel an. Von diesen Spargelfeldern werden jährlich bis zu 897 Tonnen Spargel (bei 6.500 Kilogramm pro Hektar) geerntet. Auf einer Fläche von rund 43 Hektar werden in Münster 430 Tonnen (bei zehn Tonnen pro Hektar) Erdbeeren jährlich geerntet. In größerem Umfang werden u.a. Kartoffeln (82 Hektar), Kürbisse (45 Hektar) und Zwiebeln/Lauch (51 Hektar) angebaut. Eine Liste unserer Direktvermarkter finden Sie hier!

Betriebsgrößen und Merkmale

Von den insgesamt 252.700 Erwerbstätigen in Münster arbeiten rund 1.700 (0,7 Prozent, Anteil nach Wirtschaftsbereichen) im Bereich der Land- und Forstwirtschaft.

In Münster gibt es 411 landwirtschaftliche Betriebe. Die Betriebe arbeiten etwa zur Hälfte im Haupt- und Nebenerwerb. Auch im Bereich der Erneuerbaren Energien macht sich die Landwirtschaft stark: 10 Biogasanlagen produzieren in Münster Strom und Wärme. Die Stromeinspeisung dieser landwirtschaftlichen Biogasanlagen liegt durchschnittlich bei circa 4 MWh pro Jahr. Alle Anlagen werden sukzessive auf den flexiblen Fahrbetrieb umgestellt, um bedarfsgerecht Strom einzuspeisen. Im Zuge des voranschreitenden Ausbaus der Erneuerbaren Energien sollen die anlagen künftig die sog. Dunkelflauten ausgleichen, wenn durch Sonne und Wind nicht ausreichend Strom produziert werden kann. Eine Vielzahl der Betriebe nutzt Photovoltaikanlagen auf den landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden.

Bedeutung des Agribusiness

Das Agribusiness hat für das Münsterland große wirtschaftliche Bedeutung. Rund um Münster finden sich Standorte namhafter Unternehmen und Institutionen wie der Landwirtschaftsverlag Münster, die Landwirtschaftskammer NRW, die Rinder-Union West eG, die Westfleisch eG, die AGRAVIS Raiffeisen AG, das DMK Deutsche Milchkontor GmbH und das Westfälische Pferdestammbuch. Die heimische Landwirtschaft sichert regionale Wertschöpfung und garantiert gesunde, qualitativ hochwertige Lebensmittel von bäuerlichen Familienbetrieben.

Übersicht zur Landwirtschaft (mit Quellenangaben!)

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21.09.2026
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