Früh, frisch und voller Qualität: Münster startet in Spargelsaiso

Kaisergemüse steht zu Ostern feldfrisch in den Münsteraner Hofläden bereit
Münster <WLV> Die Spargelsaison 2026 in Münster ist offiziell eröffnet – passend zum Osterfest! Stephan Bäcker vom Spargelhof Bäcker in Gelmer freut sich gemeinsam mit seinen Kollegen Wilhelm Spielbrink und Burkhard Lütke Laxen über den Start in eine Saison, die beste Voraussetzungen für Qualität und Genuss des heimischen Kaisergemüses verspricht. Die warmen Februartage haben den Spargel gut heranwachsen lassen. Die Anbauer nutzen bis zu drei Abdeckungen aus Folie und Tunnel, um die Sonnenwärme optimal einzufangen und das Wachstum der Stangen zu begünstigen. Schon seit Mitte März wird der erste Spargel von den Münsteraner Feldern geerntet. Der heimische Spargel punktet mit Frische, Qualität und Geschmack.
„Der erste Spargel des Jahres ist immer etwas Besonderes. Wir investieren viel Handarbeit und Sorgfalt bei Anbau und Ernte der weißen Stangen, die wenige Stunden nach der Ernte bereits im Hofladen und in unseren Verkaufshütten im Verkauf sind. Die Stangen sind fest, aromatisch und voller Geschmack. Die Regionalität ist ein Garant dafür, dass nur beste Ware auf den Tisch kommt“, unterstreicht Stephan Bäcker. „Mit Spargel beginnt der Frühling, ein Stück Heimat und Wohlgefühl. Das macht unseren Münsteraner Spargel einzigartig. Kunden bekommen beim Kauf unseres leckeren Spargels tolle Tipps und Rezepte für die Zubereitung und viele weitere Zutaten aus heimischem Anbau. Das schafft die besten Voraussetzungen für Gefühl von Urlaub zu Hause“, ist Stephan Bäcker überzeugt.
Wilhelm Spielbrink, auf dessen Familienbetrieb in Handorf-Dorbaum seit rund 50 Jahren Spargel angebaut wird, ergänzt: „Frisch gestochener Spargel ist ein Genuss, den nur regionale Höfe bieten können: Unser Spargel wächst im Münsteraner Boden, wird hier geerntet und hier verkauft. Diese Nähe schafft Vertrauen – und sie ist die Basis unserer hervorragenden Qualität.“
Durch Folie, die auf den Spargeldämmen aufliegt, wird die Sonnenenergie beim Anbau optimal genutzt, um bis zum offiziellen Ende der Spargelsaison am 24. Juni fortlaufend gute Qualitäten und ausreichende Mengen sicherzustellen. „Die Witterung hat uns in die Karten gespielt. Die Böden waren warm und trocken genug, sodass wir perfekt in die Ernte starten konnten. Durch die verschiedenen Abdeckungssysteme können wir den Spargel schon früh anbieten – frisch, regional und in bester Qualität. Das schätzen unsere Kundinnen und Kunden enorm“, erklärt Spargelbauer Burkhard Lütke Laxen aus Gelmer, dessen Spargel im Hofladen sowie über den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben wird. Bei der Vermarktung des Spargels kommt den Marktständen und Hofläden eine besondere Bedeutung zu, denn rund 70 Prozent werden auf diesem Wege an die Verbraucher verkauft.
Der Besuch der Spargelhöfe ist während der Saison ein Erlebnis: Mit Spargelbuffet, Hoffesten und vielfältigen Aktionen und Angeboten bietet sich hier ein buntes Programm für Jung und Alt. „Wir laden alle Münsteranerinnen und Münsteraner herzlich ein, die Spargelsaison auf und von unseren Familienbetrieben zu genießen. Der Spargel aus Münster schmeckt einfach unvergleichlich gut. Unsere Münsteraner Spargelbetriebe stehen für Qualität, Leidenschaft und ein echtes Stück Heimat. Regionalität bedeutet für uns: Transparenz, kurze Transportwege und ein Produkt, das in Handarbeit geerntet wird“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster.
In und um Münster bauen etwa zehn Betriebe auf einer Fläche von 250 Hektar das leckere Gemüse an. Von diesen Spargelfeldern werden jährlich 1.125 Tonnen Spargel, also 4.500 Kilogramm pro Hektar, geerntet. Die erfahrenen und oftmals langjährigen Saisonarbeitskräfte aus Rumänien und Polen bilden für die Betriebe das Rückgrat der Ernte und treffen derzeit auf den Höfen ein. Seit dem 1. Januar 2026 erhalten Saisonarbeitskräfte für ihre Arbeit einen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Allein die Lohnkosten sind demnach in den vergangenen zehn Jahren (ausgehend vom damaligen Tariflohn) um rund 75 Prozent gestiegen. Trotz teils erheblicher Kostensteigerungen bei Anbau und Ernte – etwa durch gestiegene Lohn-, Diesel-, Düngemittel-, Heiz- und Verpackungskosten – bleiben die Spargel-Preise weiterhin schon zu Beginn der Saison mit 18 bis 20 Euro pro Kilogramm in der 1. Sortierung bewusst moderat.
