Landwirtschaft braucht Verlässlichkeit und Zukunftsperspektiven

Susanne Schulze Bockeloh: „Planungssicherheit muss über eine Legislaturperiode hinausreichen!“
Münster <WLV> Anlässlich der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin bringt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster und Vizepräsidentin des Deutschen Bauernverbandes, vor Ort die zentralen Anliegen der Landwirtschaft in Gesprächen mit Politik und Wirtschaft ein. Die weltgrößte Messe für Ernährung und Landwirtschaft feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum und steht aus Sicht des Berufsstandes erneut im Zeichen grundlegender agrarpolitischer Weichenstellungen. Im Rahmen der Grünen Woche wird außerdem das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft (Vereinte Nationen) starten. Nach Einschätzung von Susanne Schulze Bockeloh, die auch Vorsitzende des Unternehmerinnen-Ausschusses im Deutschen Bauernverband ist, ist dies ein wichtiges Signal, um Frauen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen und zu stärken.
„Unsere Betriebe brauchen endlich Planungssicherheit und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, betont Susanne Schulze Bockeloh. Viele Zusagen der vergangenen Jahre seien bislang nicht ausreichend umgesetzt worden. Im Mittelpunkt stünden daher der Abbau von Bürokratie, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie praktikable Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Besondere Bedeutung misst Schulze Bockeloh der Zukunft der Tierhaltung bei. Fehlende langfristige Perspektiven führten zu Investitionszurückhaltung auf vielen Betrieben. „Der notwendige Umbau der Tierhaltung kann nur gelingen, wenn die Politik Planungssicherheit schafft, die über eine Legislaturperiode hinausreicht. Auf der Grünen Woche präsentiert das Münsterland eine starke Landwirtschaft, die von der Tierhaltung geprägt ist. Die Messe bietet für mich viele Gelegenheit, die Interessen unserer Münsteraner Landwirtinnen und Landwirte abzubilden“, so Schulze Bockeloh.
Die Grüne Woche sei darüber hinaus eine wichtige Plattform für den Dialog mit Verbrauchern. „Die IGW ist eine zentrale Leitmesse für die Landwirtschaft und dient der Diskussion über nationale und EU-Rahmenbedingungen der Landwirtschaft. Die Landwirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zu Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit zu leisten – dafür braucht es jedoch Vertrauen, Innovationsoffenheit und einen realistischen Blick auf die betriebliche Praxis“, erklärt Schulze Bockeloh. Rund 300.000 Besucher werden zur Internationalen Grünen Woche in Berlin (16. bis 25. Januar 2026) erwartet, Susanne Schulze Bockeloh wird insbesondere in dieser Woche in Gesprächen mit Politik und Wirtschaft sein.