Schülerspezialverkehr | 17. März 2026

Kreisverband Münster fordert langfristigen Erhalt

Mittelkürzungen darf es auch in Zukunft nicht geben!

Der Landwirtschaftliche Kreisverband Münster spricht sich entschieden gegen geplante Mittelkürzungen durch die Stadt Münster für den Schülerspezialverkehr aus. „Die jetzt angedachte Fortführung des Schülerspezialverkehrs für das Schuljahr 2026/2027 ist nur eine Beruhigungspille, Verlässlichkeit sieht anders aus“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Münster. Der Schülerspezialverkehr wird bereits heute von fast 300 Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum täglich genutzt – mit deutlich steigender Tendenz in den kommenden Jahren. Für viele landwirtschaftliche und ländlich lebende Familien wie die von David Brüning und Alexander Janning wäre die Abschaffung des Spezialverkehrs mit erheblichen Nachteilen und Risiken verbunden.

„Der Schülerspezialverkehr gewährleistet seit Jahrzehnten einen verlässlichen und sicheren Transport vom Hof zur Schule und wieder zurück. Gerade im ländlichen Raum, wo Schulwege oft entlang stark befahrener Landstraßen ohne Radwegeverbindung verlaufen, ist dies ein unverzichtbarer Beitrag zur Verkehrssicherheit. Die geplanten Kürzungen hätten zur Folge, dass der Schülerspezialverkehr nicht mehr flächendeckend erhalten bleibt. Die Kinder werden dann einem deutlich erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt“, kritisiert Susanne Schulze Bockeloh die geplanten Mittelkürzungen durch den Rat der Stadt Münster scharf. „Der Schülerspezialverkehr muss vollumfänglich erhalten bleiben, Mittelkürzungen darf es auch in Zukunft nicht geben! Der Rat ist aufgerufen, den Spezialverkehr langfristig und verlässlich sicherzustellen. Bildung darf nicht vom Wohnort abhängen. Ein Wegfall des Spezialverkehrs bedeutet für zahlreiche Kinder aus Randlagen eingeschränkte oder kaum noch realisierbare Erreichbarkeit ihrer Schulen. Das gefährdet ihre Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten und steht im klaren Widerspruch zum Anspruch der Stadt Münster auf gleichwertige Lebensbedingungen in allen Stadtteilen“, so Schulze Bockeloh weiter.

Mit einem Schreiben an die Rathaus-Koalitionen hat der Ldw. Kreisverband Münster bereits frühzeitig die politisch Verantwortlichen im Rat der Stadt Münster informiert. Unsere Pressemeldung zum Thema lesen Sie hier.