Landwirtschaft und Schule | 4. November 2025

Die Agrarbranche im Westmünsterland: Vielfältig und lebendig!

WLV-Öffentlichkeitsreferent Stephan Wolfert in der Arbeitskreissitzung der Studien- und Berufswahlkoordinatoren

WLV durfte die Angebote der Landwirtschaft für weiterführende Schulen in Lehrer-Arbeitskreis vorstellen. Bauernhof-Botschafter gehen in den Unterricht.

Landwirtschaft? Alles andere als eine sterbende Branche, sondern modern, vielfältig und lebendig! Und eine Branche mit tollen Jobmöglichkeiten. Das waren die Kernbotschaften des Vortrags von WLV-Öffentlichkeitsreferent Stephan Wolfert in der Arbeitskreissitzung der Studien- und Berufswahlkoordinatoren (StuBo’s) an weiterführenden Schulen im Kreis Coesfeld. Im Fortbildungszentrum der Bezirksregierung Münster in Stift Stilwerk in Havixbeck waren in der vergangenen Woche knapp 40 Lehrkräfte und Kooperationspartner aller Schulformen der Sekundarstufen I und II aus dem Kreis Coesfeld zu Gast. Anlass des Besuchs war die Vorstellung des neuen Bauernhof-Botschafter-Angebots der landwirtschaftlichen Kreisverbände Borken und Coesfeld. Dies beinhaltet, dass geschulte Landwirtinnen und Landwirte in den Schulunterricht kommen als Experten für die Erzeugung von Nahrungsmitteln, Energie und nachwachsenden Rohstoffen sowie als wichtige Akteure für den Schutz von Wasser, Luft, Boden, Tieren und Klima.

Wolfert, der das Bauernhof-Botschafter-Projekt aktuell für beide Kreisverbände koordiniert, stellte die Chancen der Landwirtschaft als Querschnittstema für die Erfüllung lehrplan-gemäßer Aufgaben vor: „ Unsere Botschafter haben natürlich vor allen Dingen viel zu bieten, wenn im Lehrplan explizit das Wort „Landwirtschaft“ vorkommt. Darüber hinaus können sie aber auch in vielen anderen Unterrichtsthemen als gutes Beispiel und außerschulische Experten dienen, wenn es um Prozesse wie Globalisierung, Biodiversität oder „Auswirkungen von Konsumenten-Entscheidungen an der Ladentheke“ geht. Als großen Vorteil des von den beiden Kreisverbänden aus einer Sonderbeitragsumlage selbst finanzierten Angebots sieht Wolfert, dass darüber mit einer eigenen Personalstelle eine deutlich bessere Chance für die Lehranstalten zur Verstetigung außerschulischer Partnerschaften besteht.

Seinen Vortrag eingeleitet hat der selber vom Hof stammende Stephan Wolfert mit einer Charakterisierung dessen, welche Anforderungen aber auch Möglichkeiten Landwirtschaft heute für Angestellte, die nicht selber vom Hof kommen, bietet. Die insgesamt 14 grüne Ausbildungsberufe im Bereich bringen da viel mit.

Die Top-5-Argumente für eine Ausbildung in der Landwirtschaft:
  1. Wer eine landwirtschaftliche Ausbildung hat, ist als Tausendsassa in sehr vielen Branchen gefragt.

  2. Das Westmünsterland mit vielen starken der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Unternehmen sowie Top-Beratungsunternehmen gehört zu den leistungsstärksten Agrarregionen in ganz Deutschland.

  3. Landwirtschaft bietet Chancen sowohl für Hypo Y’all hypotions als auch für am ersten Arbeitsmarkt weniger gefragte Hilfskräfte.

  4. Der Anteil der Fremdarbeitskräfte auf landwirtschaftlichen Betrieben nimmt zu. Unter anderem dadurch nimmt der Anteil derjenigen, die selber nicht vom Bauernhof stammen, in der Ausbildung zu.

  5. In der Landwirtschaft spielt es infolge von Digitalisierung und Mechanisierung immer weniger eine entscheidende Rolle, dass man in der Lage ist, schwere körperliche Arbeiten zu verrichten. Auch daher nimmt der Anteil weiblicher Arbeitskräfte in der Landwirtschaft stetig zu.

 

Ähnliche Veranstaltung auch im Kreis Borken angedacht

Der WLV-Kreisverband Borken steht im Austausch mit dem Bildungsbüro des Kreises Borken, um eine gleichartige Veranstaltung auch mit den StuBo’s im Kreis Borken durchzuführen.

  • Lehrkräfte an Grund- und weiterführenden Schulen können sich bei Interesse zu Bauernhof-Botschaftern oder "Lernort Bauernhof" an die WLV-Kreisgeschäftsstellen in Borken und Coesfeld wenden oder direkt an Projektkoordinator Stephan Wolfert.

Ansprechpartner für Projekte zu "Landwirtschaft und Schule"

Stephan Wolfert
Tel.
02861/9306-58

E-Mail schreiben
Stephan Wolfert

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