Auszeichnung | 9. Juni 2026

Schweinehalter Alexander Nienhaus für den CERES AWARD nominiert

So wie hier 2024 beim Gewinn des Förderpreises der Landwirtschaft im Kreis Borken (mit Überreichung durch Laudator Danieln Janning) hat Alexander Nienhaus zwei Jahre später die Chance auf die viel bedeutendere Auszeichnung mit dem CERES AWARD.

Raesfelder Strohschwein-Halter für bundesweiten Landwirtschaftspreis nominiert

Das veranstaltende Magazin agrarheute hat heute die Shortlists für den CERES AWARD veröffentlicht. Alexander Nienhaus aus Raesfeld hat es in der Kategorie "Schweinehalter" unter die Top 3 des bundesweiten Wettbewerbs geschafft. Der 2024 bereits für sein Konzept mit Strohhaltung und einem Vermarktungspartner (Neuland) mit dem Förderpreis für die Landwirtschaft im Kreis Borken ausgezeichnete Junglandwirt überzeugte auch die Jury des Deutschen Landwirtschaftsverlages. Ob er die Auszeichnung tatsächlich gewinnt, entscheidet sich im Oktober.

In der Nominierungsbegründung schreibt die Jury über den Staatlich geprüften Agrarbetriebswirt:

"Den Betrieb in den Vollerwerb zurückführen und die Ställe nach Tierwohlvorgaben um- beziehungsweise neu bauen: Dieses Ziel hat Alexander Nienhaus nach der Übernahme des elterlichen Betriebs im nordrhein-westfälischen Raesfeld in die Tat umgesetzt. Der 30-Jährige bewirtschaftet heute einen 75 ha großen Betrieb mit 230 Sauen inklusive Ferkelaufzucht nach Neuland-Richtlinien, also besonders artgerecht und umweltschonend. Die Tiere werden GVO-frei gefüttert, behalten ihren Ringelschwanz, stehen auf Stroh, haben reichlich Platz und Auslauf. Das auf dem Acker angebaute Getreide und Mais wird an die eigenen Schweine verfüttert und das Stroh zum Einstreuen der Ställe genutzt. Etwas nicht Alltägliches hat der junge Landwirt in seinem neuen Sauenstall zu bieten: eine Kombination aus Gruppensäugen mit Stroh und Auslauf. Mithilfe der selbst entwickelten Abferkelbuchten für das freie Abferkeln gelingt es ihm, die Saugferkelverluste auf dem Niveau einer fixierten Abferkelbucht zu halten. Bei fünf Wochen Säugezeit sind 30 abgesetzte Ferkel je Sau und Jahr das angestrebte Ziel."

Was steckt hinter dem CERES AWARD?

Seit 2014 zeichnet agrarheute mit dem CERES AWARD Landwirtinnen und Landwirte aus, die wirtschaftlichen Erfolg mit Innovationskraft, Mut und Verantwortung für Mensch, Tier und Natur verbinden. CERES heißt die römische Göttin des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit.

Vergeben wird der Preis in den Kategorien Ackerbau, Energie, Geflügel, Junglandwirt/in, Rind, Schwein und Unternehmerin. Aus den sieben Kategoriesiegern wird anschließend die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres gewählt. Erstmals wird 2026 außerdem ein Sonderpreis der Initiative Tierwohl vergeben. Schirmherr des CERES AWARD ist DBV-Präsident Joachim Rukwied.

Die Preisverleihung des CERES AWARD 2026 findet am 21. Oktober im KOSMOS in Berlin statt. Neben den sieben Kategoriesiegern wird dort auch die Landwirtin oder der Landwirt des Jahres 2026 gekürt. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 29.500 Euro vergeben.

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