Tierhaltung in klimatischer Gunstregion hat Zukunft
Agravis-Vorstand Dr. Dirk Köckler macht 230 Anwesenden beim Kreisverbandstag Mut
Die Tierhaltung im Münsterland bringt gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft mit. Aber dafür braucht es neben unternehmerischem Mut und Begeisterung vor allen Dingen auch mehr Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingungen. So lauten die zentralen Botschaften am Mittwochabend beim Kreisverbandstag des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV). Dazu sind 230 Mitglieder sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nach Ahaus in die Stadthalle im Kulturquadrat gekommen. Den Hauptvortrag hält dabei mit Dr. Dirk Köckler der Vorstandsvorsitzende eines der größten Agrarkonzerne Deutschlands, der Agravis Raiffeisen AG aus Münster. Als Schlüssel für eine erfolgreiche Landwirtschaft in der Region und damit auch für den eigenen Konzern sieht Köckler weiterhin die Tierhaltung. Das Münsterland sieht er als „Silicon Valley“ der Branche: „Wir haben gerade hier Strukturen, die kurze Wege ermöglichen.“ Dem Standortnachteil hoher Pachtpreise stünden positive Faktoren wie ausgeprägtes Knowhow und Unternehmergeist gegenüber: „Wenn anderswo noch überlegt wird, hat man in Borken schon gebaut.“ Dies sei allerdings kein Selbstläufer, wie der ausgebildete Landwirt und Agrarwissenschaftler in seiner Sammlung wichtiger Handlungsfelder herausstellt. Beim Thema Nachhaltigkeit komme es darauf an, soziale Erfolgsfaktoren mit Ökonomie und Ökologie zusammen zu denken: „Ohne Effizienz ist alles nix. Dies gilt sowohl für die Wertschöpfung pro Hektar. Diese Effizienz können wir als Landwirtschaft aber auch auf anderen gesellschaftlichen Feldern leisten, etwa durch Biodiversitätsoptimierung mit gezielten Maßnahmen.“ Köckler sieht die Zukunftsfähigkeit der Lebensmittelproduktion in einer klimatischen Gunstregion wie Deutschland positiv: „Unser Geschäftsmodell funktioniert und wird gebraucht. Wir sind systemrelevant.“