Moorschutz in NRW | 22. November 2024

Landwirtschaft unterzeichnet Vereinbarung mit der Landesregierung

Bei der Unterzeichnung der Moorschutz-Vereinbarung (v.li.): NRW-Umweltminister Oliver Krischer, VizeprĂ€sident Michael Uckelmann, KammerprĂ€sident Karl Werring, Dr. Philipp Freiherr Heereman (Waldbauernverband NRW) sowie Paul-Christian KĂŒskens (Rheinischer Landwirtschafts-Verband).

đŸŒ± Moorschutz & Landwirtschaft: Kooperation, Transparenz und Freiwilligkeit sichern Klima und Landwirtschaft auf MoorflĂ€chen in Westfalen-Lippe.

Im Rahmen der ersten NRW-Moorschutzkonferenz haben am Donnerstag

  • das NRW-Umweltministerium,

  • der WestfĂ€lisch-Lippische Landwirtschaftsverband,

  • der Rheinische Landwirtschafts-Verband,

  • der Waldbauernverband NRW sowie

  • die Landwirtschaftskammer NRW

in einer Moorschutz-Vereinbarung festgehalten, wie Klimaschutzmaßnahmen auf MoorflĂ€chen umgesetzt und dabei Grundbesitzer und PĂ€chter betroffener FlĂ€chen in Nordrhein-Westfalen kooperativ und freiwillig eingebunden werden. Auch Möglichkeiten zur FortfĂŒhrung der landwirtschaftlichen Nutzung, beispielsweise durch ein gesteuertes Wasserstandsmanagement, werden in der Vereinbarung erörtert.

WLV Bild

Langfristige Planungen, volle Transparenz und eine umfassende Beteiligung der betroffenen Landwirte und GrundeigentĂŒmer sind fĂŒr den Berufsstand Voraussetzung fĂŒr die heute geschlossene Moorschutz-Vereinbarung.

Michael Uckelmann
WLV-VizeprÀsident

Die von der Landesregierung geplante großflĂ€chige WiedervernĂ€ssung von Moorstandorten in Westfalen-Lippe, die bisher mehrheitlich landwirtschaftlich genutzt werden, hat der WLV von Beginn an intensiv begleitet. Unabdingbar war fĂŒr den Verband dabei, dass die WiedervernĂ€ssung in Kooperation mit den Menschen in den betreffenden lĂ€ndlichen RĂ€umen und auf Basis einer Freiwilligkeit der Landnutzer – in erster Linie landwirtschaftliche Betriebe – erfolgt.

 â€žLangfristige Planungen, volle Transparenz und eine umfassende Beteiligung der betroffenen Landwirte und GrundeigentĂŒmer sind unsererseits die Voraussetzung fĂŒr die heute geschlossene Moorschutz-Vereinbarung. GrundsĂ€tzlich sind die Betriebe bereit, die Klimawirkung entwĂ€sserter Moorböden, wo möglich, zu reduzieren, vorausgesetzt sie behalten eine dauerhafte wirtschaftliche Perspektive und Planungssicherheit“, sagte WLV-VizeprĂ€sident Michael Uckelmann am Rande der Moorschutzkonferenz in DĂŒsseldorf. „Wir brauchen tragfĂ€hige Lösungen und attraktive MĂ€rkte fĂŒr die Erzeugnisse, die wir auf wiedervernĂ€ssten Standorten produzieren."

In Westfalen-Lippe geht es um rund 26.000 ha Landwirtschaftlicher FlĂ€che, die betroffen sind. Eine VerdrĂ€ngung der Betriebe darf es fĂŒr den Berufsstand dort keinesfalls geben. Bisher sei eine ökonomische Bewirtschaftung von wiedervernĂ€ssten FlĂ€chen nicht gegeben. Deshalb mĂŒssten vor Ort neue wirtschaftliche Grundlagen fĂŒr die Landwirtinnen und Landwirte geschaffen werden. "Moorschutz und landwirtschaftliche Erzeugung mĂŒssen miteinander im Einklang stehen“, betonte Uckelmann.