WLV Next Generation | 11. Juni 2026

Berufsnachwuchs schaut hinter die Hoftore in Herzebrock-Clarholz

Während des Hofrundgangs: 50 junge Landwirtinnen und Landwirte besichtigen den Milchviehbetrieb Holterkamp in Herzebrock-Clarholz.

Vom Anbindestall zum modernen Milchviehbetrieb mit fünf Melkrobotern: WLV Next Generation blickte hinter die Kulissen auf dem Hof von Christian Holterkamp.

Rund 50 interessierte Junglandwirtinnen und Junglandwirte nahmen an dem Junglandwirteabend teil. Betriebsleiter Christian Holterkamp stellte im Rahmen einer Hofführung die beeindruckende Entwicklung seines Betriebes vor, vom Umbau des ehemaligen Anbindestalls im Jahr 2007 bis hin zum heutigen modernen Milchviehbetrieb mit 250 Kühen und inzwischen fünf automatischen Melksystemen.

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Besonders interessant war die Fütterungsstrategie des Betriebs. Da auf dem Hof kein eigenes Getreide angebaut wird und der Zukauf von Stroh als Strukturfutter hohe Kosten verursacht, setzt Christian Holterkamp auf Dinkelspelzen. Mit dieser Alternative hat er sehr gute Erfahrungen gemacht. Anfangs traten vermehrt Schwergeburten auf, die jedoch durch eine Anpassung der Futterration erfolgreich reduziert werden konnten. Aktuell erhalten die trockenstehenden Kühe rund 6 kg Trockenmasse Dinkelspelzen pro Tier und Tag. Ebenfalls überzeugt zeigte sich der Betriebsleiter vom Brunsterkennungssystem SenseHub, das neben der Brunsterkennung auch ein unkompliziertes Gesundheitsmonitoring ermöglicht.

WLV Next Generation: Wertvolle Anregungen und praxisnahe Einblicke

Im zweiten Teil des Abends gab Mathias Gösling, Tierarzt bei Agroprax, praxisnahe Einblicke in aktuelle Herausforderungen der Milchviehfütterung. Dabei erläuterte er unter anderem den Einfluss der Mischqualität und der Partikellänge auf die Futteraufnahme und Tiergesundheit. Zudem hob er die positiven Effekte von Feuchtmais (CCM) in der Ration hervor, insbesondere aufgrund der gut fermentierbaren Stärke, die sich positiv auf die Energieversorgung der Kühe auswirken kann.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden viele wertvolle Anregungen und praxisnahe Einblicke für die eigene Betriebsführung und sorgte für einen regen fachlichen Austausch unter den Junglandwirtinnen und Junglandwirten.

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