Agrarbarometer fällt auf 10-Jahrestief

Bauernpräsident Joachim Rukwied fordert schnelle und unbürokratische Entlastungen für Landwirtschaftsbetriebe.
Die wirtschaftliche Lage in der Landwirtschaft hat sich im vergangenen halben Jahr deutlich verschlechtert. Dies zeigt das neue neue Rentenbank-Agrarbarometer, das am Mittwoch (29.04.2026) vorgestellt wurde.
Rukwied: Ein deutliches Warnsignal für die Politik
Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht in den Ergebnissen ein deutliches Warnsignal und fordert rasch wirksame politische Maßnahmen zur Stabilisierung der Betriebe. Rukwied wörtlich: „Die Ergebnisse des Agrarbarometers machen klar: Viele Betriebe geraten zunehmend unter Liquiditätsdruck aufgrund niedriger Preise und deutlich steigender Kosten. Daher braucht es jetzt schnelle, gezielte und unbürokratische Entlastungen.“
Grundlegende und ambitionierte Reformen und eine neue Haushaltspolitik für eine starke Landwirtschaft müssten auf nationaler wie europäischer Ebene jetzt vorangetrieben werden, betont der DBV. Es dürfe kein weiteres Zögern der Politik geben, etwa bei der seit langem zugesagten steuerlichen Risikoausgleichsrücklage. Diese würde es landwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen, die Wirtchaftsergebnisse aus guten Jahre gezielt für Krisenzeiten zu nutzen.
Rukwied stellt klar: „Die Zeit war noch nie so reif für eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage für das einzelbetriebliche Risikomanagement. Ein solches Instrument würde Resilienz schaffen und Planungssicherheit erhöhen.“