Markt & Agrarpolitik | 29. Juli 2026

📢 „ Legt mal ein paar Gänge zu! “ 🚜

Hubertus Beringmeier fordert mehr Tempo und mehr Wertschätzung für heimische Produkte von Politik, LEH und Gastronomie.

Die wirtschaftliche Lage auf den landwirtschaftlichen Betrieben bleibt angespannt. Steigende Energie-, Dünge- und Betriebskosten treffen auf niedrige Erzeugerpreise. Besonders schwierig ist die Situation derzeit auf dem Markt für Schweinefleisch.

Nach Einschätzung des WLV dürfen die Erzeugerpreise dort nicht weiter sinken. Erste Insolvenzen zeigen, wie groß der wirtschaftliche Druck auf viele Betriebe bereits ist, berichtet Bauernpräsident Hubertus Beringmeier in seiner aktuellen Videobotschaft.

Appell an Politik, Handel und Gastronomie

"Legt mal ein paar Gänge zu", lautet der deutliche Appell von ihm an Politik, den Lebensmitteleinzelhandel sowie an Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Wer mehr Tierwohl, Nachhaltigkeit und Klimaschutz fordere, müsse diese Leistungen auch bezahlen.

WLV Bild

Mehr Tierwohl, mehr Nachhaltigkeit und ein besserer CO₂-Fußabdruck in der Landwirtschaft gelingen nur mit einem klaren Bekenntnis zum deutschen Produkt. Und natürlich nur mit einem auskömmlichen Erzeugerpreis für Milch, Fleisch und pflanzliche Erzeugnisse sowie passenden Förderbedingungen.

Quelle: Videobotschaft von Beringmeier

Hubertus Beringmeier
Bauernpräsident in Westfalen-Lippe

Der WLV fordert:

  • ein klares Bekenntnis zu deutschen Lebensmitteln,

  • faire Erzeugerpreise statt eines Preiskampfes,

  • eine stärkere Wertschöpfung für landwirtschaftliche Betriebe.

Derzeit kommen nur rund 20 Prozent des Ladenpreises bei Landwirtinnen und Landwirten an. Aus Sicht des Verbandes reicht das nicht aus, um Höfe wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Beringmeier: "Wir brauchen mindestens 30 Prozent."

Was jetzt zählt: Mehr Tempo bei den wichtigen Entscheidungen

Auch an die Bundes- und EU-Politik richtet der WLV klare Forderungen. Zwar erkennt der Verband bereits erreichte Fortschritte an. Gleichzeitig müsse die Politik jetzt schneller Entscheidungen treffen und den Betrieben verlässliche Perspektiven geben.

Dazu gehört aus Sicht des WLV auch, nationale Sonderregelungen zu überprüfen und einheitliche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der Europäischen Union zu schaffen.

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