Kosten der Kette dürfen nicht auf die Betriebe abgewälzt werden

Höherer Absatz von deutschem Schweinefleisch und faire Kostenverteilung: Der WLV sieht alle Marktpartner in der Verantwortung für die Lösung der Preiskrise.
Nachdem in der vergangenen Woche die Preisnotierung für Schweinefleisch um 15 Cent auf 1,45 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und der Ferkelpreis um 11 auf 30 Euro gefallen sind, fordert WLV-Präsident Hubertus Beringmeier Im Interview mit dem Wochenblatt eine faire Verteilung der Kosten entlang der gesamten Kette. Kosten- und Margenprobleme der nachgelagerten Stufen dürften nicht auf die Bauern abgewälzt werden.
Eine einfache und zufriedenstellende Lösung gibt es derzeit nicht. Beringmeier sieht die gesamte Kette in der Verantwortung. Schlachtunternehmen, Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung müssten gemeinsam den Absatz von deutschem Schweinefleisch stärken.
Dazu gehören aus Sicht des WLV:
gezielte Vermarktungsaktionen für deutsches Schweinefleisch,
mehr 5xD-Fleisch in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung,
eine bessere Auslastung der Schlachtkapazitäten,
konsequente Weiterentwicklung der Exportstrategie
neue Drittlandsmärkte durch Regionalisierungsabkommen.
