Betriebsbesichtigung beim besten Milchviehhalter 2025

Am Mittwoch den 08. Juli durften 50 junge Landwirt:innen der WLV NextGen den Betrieb von Ceres-Award-Gewinner Stefan Fuchte in Baisinghausen besichtigen.
Der Betrieb hält mehr als 300 Milchkühe und mit der Nachzucht insgesamt rund 630 Rinder. Bewirtschaftet werden zudem etwa 220 Hektar landwirtschaftliche Fläche.
Im Rahmen der Betriebsbesichtigung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Einblicke in die moderne Milchviehhaltung. Da der Betrieb über viele Jahre kontinuierlich gewachsen ist, werden die Tiere in mehreren Stallgebäuden gehalten. Die Färsen sind im älteren Stall untergebracht, während die melkenden Kühe seit 2014 in einem modernen Laufstall stehen. Gemolken wird dreimal täglich in einem 40er-Karussell mit einer Kapazität von bis zu 100 Kühen pro Stunde.
Vorgestellt wurde außerdem das Fütterungskonzept des Betriebs. Mithilfe eines Siloking-Selbstfahrers wird täglich eine ausgewogene Totalmischration aus Gras- und Maissilage, CCM, Rapsschrot, Soja, Weizen sowie Mineralfutter zubereitet. Die Liegeboxen werden dreimal wöchentlich mit einer Mischung aus Stroh, Kalk, Wasser und separierter Gülle eingestreut, um den Tieren einen hohen Liegekomfort zu bieten.
Ein besonderes Highlight der Besichtigung war der moderne Kälber- und Jungviehstall, der nach der Übernahme eines benachbarten Hofes im Jahr 2022 errichtet wurde. Dank eines innovativen Unterdruck-Belüftungssystems kann das Stallklima optimal reguliert werden. Selbst an heißen Sommertagen bleiben die Temperaturen im Stall deutlich niedriger und sorgen so für beste Bedingungen für die Tiere.
Der ausgeprägte Innovationsgeist des Betriebs spiegelt sich auch in der Auszeichnung der Familie Fuchte mit dem CeresAward 2025 in der Kategorie „bester Milchviehhalter im deutschsprachigen Raum“ wieder.
Auch im Bereich der erneuerbaren Energien setzt der Betrieb Maßstäbe: Seit fünf Jahren wird eine 150-kW-Biogasanlage betrieben, die ausschließlich mit Mist und Gülle beschickt wird. Neben der Wärmeversorgung des eigenen Betriebs werden dadurch auch rund 20 Wohneinheiten in Beisinghausen mit Heizenergie versorgt.
Ein herzlicher Dank gilt der Familie Fuchte für die offene Betriebsführung, die interessanten Einblicke und die Gastfreundschaft, die diesen gelungenen Abend ermöglicht haben.
