EU-Agrarhaushalt 2027 | 7. August 2026

DBV: Scharfe Kritik an Rückbehalt von Direktzahlungen für 2027

Der Verband fordert die Bundesregierung auf, 541 Millionen Euro EU-Direktzahlungen im Agrarhaushalt 2027 vollständig für die Landwirtschaft einzuplanen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert die Haushaltspläne der Bundesregierung für das Jahr 2027. Nach den aktuellen Planungen sollen 541 Millionen Euro aus den EU-Direktzahlungen nicht an die landwirtschaftlichen Betriebe fließen. DBV fordert die vollständige Nutzung der Deutschland für 2027 zugewiesenen Direktzahlungsmittel und warnt vor Vorgriffen auf die laufenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR).

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Die Bundesregierung darf in der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft keinen einzigen verfügbaren Euro der Europäischen Agrarpolitik zurückhalten. Was der Landwirtschaft für 2027 an Direktzahlungen von der EU zugewiesen wurde, muss auch vollständig bei den Betrieben ankommen.

Joachim Rukwied
DBV-Präsident

Für den DBV-Präsidenten Joachim Rukwied ist es ein fatales Signal, wenn Deutschland mitten in laufenden EU-Haushaltsverhandlungen bereits mit sinkenden Agrarmitteln ab 2028 kalkuliert. Der Bauernverband erwartet von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis für eine starke und verlässliche GAP-Finanzierung.

Warum das wichtig ist

Die Direktzahlungen sind für viele Betriebe ein wichtiger Bestandteil des Einkommens. Sie schaffen Planungssicherheit und helfen, steigende Kosten sowie hohe Anforderungen an Umwelt-, Klima- und Tierschutz zu bewältigen. Eine Kürzung würde die wirtschaftliche Situation vieler Höfe zusätzlich belasten und Investitionen erschweren.

Auch in Westfalen-Lippe sind die Direktzahlungen ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Stabilität vieler Höfe. Die Debatte um den Agrarhaushalt 2027 betrifft deshalb unmittelbar die Planungssicherheit der Betriebe. Aus Sicht des WLV braucht die Landwirtschaft verlässliche Zusagen und eine vollständige Weitergabe der EU-Agrarmittel.