Afrikanische Schweinepest | 31. März 2026

WLV und RLV setzen sich für höhere ASP-Abschussprämie ein

Die Bauernverbände WLV und RLV drängen auf noch stärkere Bekämpfung der Tierseuche.

Um dies durch eine intensivere Wildschweinjagd zu erreichen, regen WLV und RLV die Erhöhung der so genannten „Pürzelprämie“, eine Prämie für jeden Abschuss eines Wildschweins, auf 200 Euro pro Tier an. Sie soll gezahlt werden für den Jagderfolg in der ASP-Kernzone sowie den Sperrzonen II & I.

„Angesichts der aktuellen Lage müssen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest weitere Maßnahmen zur Unterstützung angedacht werden“, betonen die Präsidenten von WLV, Hubertus Beringmeier“ und RLV, Erich Gussen, in einem Schreiben an NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorissen.

Nur mit einer drastischen Reduzierung der Wildschweine außerhalb der Kernzone und einer vollständigen letalen Entnahme der Wildschweine innerhalb der Kernzone lasse sich das Risiko der weiteren Ausbreitung der ASP minimieren.

WLV und RLV verweisen darauf, dass in einigen hessischen Landkreisen in den dortigen ASP-Gebieten dieser Betrag bereits gezahlt werde. Die aktuellen Regelungen reichten unter den derzeitigen Bedingungen – geprägt von der aktuellen Seuchenlage, den strengen Hygienevorgaben bei der Jagdausübung und dem damit verbundenen hohen Aufwand – nicht aus, um den erforderlichen jagdlichen Druck sicherzustellen.

Eine deutliche Erhöhung auf 200 Euro in der Kernzone und den Zonen II, I würde hingegen einen wirksamen Anreiz schaffen, die Bejagung zu intensivieren und somit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der ASP zu leisten.