DBV-Fachausschuss Schweinefleisch | 25. März 2026

Fachausschuss regt Sonder-Förderprogramm für Sauenhalter an

Ende vergangener Woche fand unter Leitung von Präsident Hubertus Beringmeier eine Sondersitzung des DBV-Fachausschusses Schweinefleisch statt.

Zentrales Thema waren Überlegungen zur Unterstützung der deutschen Sauenhalter. Diese benötigen für die anstehenden gesetzlich verordneten Investitionen in den Umbau des Deckzentrums (bis 2029) und des Abferkelbereichs (bis 2036) eine alternative, adäquate Unterstützung. Andernfalls droht ein katastrophaler Strukturbruch in der Ferkelerzeugung, mit negativen Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette Schwein in Deutschland.

Fachausschuss bringt Sonder-Förderung von 200 mio./Jahr ins Spiel

Um die neuen Vorgaben umsetzen zu können und in der EU wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es, nach den ersten Überlegungen des Ausschusses, eines nationalen Sonderprogramms für die Sauenhaltung. Ein solches Programm sähe nach den ersten Einschätzungen vor, bis 2036 eine Fördersumme von 2 Mrd. € bereitzustellen (200 Mio. €/Jahr). Damit könnte zumindest die Hälfte der Umbaukosten von ca. 4 Mrd. € gefördert werden.

„Uns ist klar, dass der Staat angesichts immer neuer globaler Herausforderungen derzeit kein neues Förderprogramm beschließt, bei dem auf einen Schlag Milliardensummen fließen. Wir fordern daher ein über mehrere Jahre gestrecktes Sonderförderprogramm, zumal CDU/CSU und SPD den Umbau der Tierhaltung im Koalitionsvertrag festgeschrieben haben“, betont Präsident Beringmeier.

DBV erarbeitet einen detallierten Vorschlag

Nach diesen ersten Diskussionen im Fachausschuss wird der DBV zusammen mit anderen Fachverbänden einen detaillierteren Vorschlag erarbeiten.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war das Thema der ITW-Nämlichkeit und des seit 2022 geplanten Endes des Ferkelfonds diesen Dezember. Der Ausschuss hat intensiv über die anstehenden Änderungen diskutiert, da die derzeitige Lage in vielen Betrieben für Unsicherheit sorgt.