Jakobskreuzkraut: Gefahr für Weidetiere nimmt weiter zu

Die giftige Pflanze gefährdet Weidetiere und Futtermittel. Der WLV drängt auf mehr Pflege öffentlicher Flächen und ruft Betriebe zum Handeln auf.
Das gelb blühende Jakobskreuzkraut breitet sich in vielen Regionen in Westfalen-Lippe zunehmend aus. Besonders an Straßenrändern, Böschungen und wenig genutzten Flächen hat die Pflanze in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Von dort gelangt sie immer häufiger auf Wiesen und Weiden.
Für Rinder, Pferde und andere Weidetiere ist Jakobskreuzkraut hochgiftig. Die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide können chronische Leberschäden verursachen. Besonders gefährlich: In Heu oder Silage erkennen Tiere die Pflanze nicht mehr. Vergiftungen bleiben oft lange unbemerkt und können tödlich enden.
WLV drängt auf konsequente Pflege öffentlicher Flächen
Der WLV sieht vor allem öffentliche Flächen als Ausgangspunkt für die weitere Verbreitung. Deshalb fordert der Verband eine rechtzeitige Mahd von Straßenrändern – möglichst noch vor der Blüte Anfang Juni. So kann die Samenbildung verhindert und die Ausbreitung gebremst werden.
