Beringmeier: Gute Ansätze, aber immer noch keine Entscheidungen

Am Freitag (05.05.2023) haben sich die Agrarminister der Länder getroffen, um über den Umbau der Tierhaltung zu sprechen. Der WLV vermisst nach Ende der Beratungen konkrete Ergebnisse.
"Gute Ansätze, aber leider wurden dringend notwendige Entscheidungen erneut vertagt." So kommentiert Bauernpräsident Hubertus Beringmeier das Ergebnis der Agrarministerkonferenz. Bei der Frage, wie Erleichterungen im Immissionsschutzrecht vor allem für kleinere Betriebe erreicht werden können, wurde ein Prüfauftrag erteilt. Ein praktikables Finanzierungskonzept zum Umbau der Tierhaltung wurde vom Bund nicht vorgelegt.
"Jetzt heißt es, schnell zu handeln, damit nicht noch mehr Schweinehalter den Mut verlieren", betonte Beringmeier. Der Bund müsse ganz schnell aktiv werden und die erteilten Prüfaufträge abarbeiten.
Mit Spannung hatten die Tierhalterinnen und Tierhalter aus Westfalen-Lippe zuvor auf die Sonder-Agrarministerkonferenz geblickt. Ihr einziges Thema war der Umbau der Nutztierhaltung. Im Kern umfasst das Umbau-Vorhaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums drei Bausteine:
Eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung
eine Förderung für Betriebe zum Umbau ihrer Tierhaltung
Anpassungen im Bau- und Genehmigungsrecht