Für Betreiber bestehender Anlagen steht viel auf dem Spiel. Gleichzeitig brauchen Betriebe Planungssicherheit für neue Investitionen. Nach Angaben des Hauptstadtbüros Bioenergie würden insbesondere die vorgesehenen Ausschreibungsvolumina im EEG-Entwurf die Perspektiven vieler bestehender Anlagen verschlechtern. Auch kleinere, regional verankerte Biogasanlagen seien von den geplanten Regelungen besonders betroffen.
Mehr Planungssicherheit, flexiblere Regeln und weniger Hürden für Investitionen gefordert
"Der Entwurf riskiere sehenden Auges den schrittweisen Abbau gesicherter, heimischer Bioenergieleistung im Gigawattbereich zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland gleichzeitig fossile Importenergie zu immensen Kosten finanziert", betont Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie (HBB).
Die Verbände fordern deshalb unter anderem mehr Planungssicherheit, bessere Bedingungen für die Flexibilisierung von Biogasanlagen und den Abbau von Regelungen, die Investitionen erschweren. Nach Berechnungen der Bioenergieverbände könnten bis 2030 rund 12 Gigawatt flexible erneuerbare Leistung aus dem bestehenden Anlagenbestand bereitgestellt werden. Voraussetzung dafür wäre, dass die Anlagen entsprechend flexibilisiert werden können.
Als weitere Hindernisse werden fehlende Netzanschlüsse, lange Genehmigungsverfahren, gestiegene Kosten und kurze Vergütungszeiträume genannt. Auch bei der Wärmeversorgung sehen die Verbände Handlungsbedarf. Sie kritisieren unter anderem pauschale Begrenzungen für den Einsatz von Biomasse in Wärmenetzen und fordern praxistauglichere Regelungen.
Die Petition wird unter anderem vom Deutschen Bauernverband, dem Bundesverband Bioenergie, dem Fachverband Biogas und dem Fachverband Holzenergie getragen. Weitere Verbände aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und ländlichen Räumen unterstützen den Aufruf.