Schweinemarkt unter Druck | 6. Mai 2026

Preissturz verschärft Krise der Schweinehalter

Aktuell sinkende Schweinepreise setzen die Betriebe in Westfalen-Lippe massiv unter Druck. Der WLV fordert ein Umdenken der Schlachtbranche.

Auf Druck der Schlachtunternehmen Tönnies und Westfleisch hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.V. (VEZG) heute (06.05.2026) den Schweinepreis um weitere 10 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht auf nun 1,60 Euro/kg gesenkt. Für viele Schweinehalterinnen und Schweinehalter kommt der Preisrutsch zur Unzeit. Gerade zum Start der Sommer- und Grillsaison hatten viele Betriebe auf stabile Märkte gehofft.

Der Einbruch der Schweinepreise ist für die Schweinehalter in Westfalen-Lippe inakzeptabel und ungerechtfertigt. Bauernpräsident Hubertus Beringmeier erklärt: „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt, um die völlig überzogenen Forderungen der großen Schlachthöfe abzuwenden. Die Schlachtbranche muss umgehend einlenken, um die Existenz der heimischen Schweinehaltung nicht weiter zu gefährden."

WLV Bild

Am Ende wird die Schlachtbranche die Konsequenzen der Preissenkungen selbst zu spüren bekommen. Sollte diese negative Preistendenz nicht schnell ins Gegenteil umgekehrt werden, werden wir unserer Kritik auch an den Schlachthöfen deutlich Gehör verschaffen. 

Hubertus Beringmeier
Bauernpräsident in Westfalen-Lippe

Nach Einschätzung des WLV verschärft der erneute Preisverfall den Strukturwandel in der Schweinehaltung massiv. Er gefährdet die landwirtschaftlichen Familienbetriebe, die heimische Wertschöpfung und die regionale Lebensmittelproduktion.

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