Sauenhalter:innen sollten aktiv werden

Rund 40 junge Sauenhalter:innen folgten am 27. Januar der Einladung der WLV Next Generation in Frenkings Scheune zum 2. Termin Zukunft der Sauenhaltung.
Landwirt Sebastian Ermann, Christian Wernsmann vom Erzeugerring Westfalen und Vizepräsident Michael Uckelmann gaben diesbezüglich verschiedene Einblicke. Zu Beginn stellte Landwirt Sebastian Ermann seinen Betrieb vor. Dort kümmert er sich um 1800 Sauen und 150 Hektar Ackerland. Anhand von anschaulichen Fotos stellte er den bereits in seinem Stall vorgenommenen Umbau des Deckzentrums vor. Besonders positiv empfindet er die Unterflurzuluft sowie den Dreikantstahl in seinem Stall. Anders würde er die Spaltenweite wählen. Statt 17 mm Spalten empfiehlt er 20 mm, damit die Sauen sauberer sind und weniger Verletzungsgefahr besteht.
Als zweiter Referent berichtete Christian Wernsmann über die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Sauenhalter:innen. Er riet allen Sauenhalterinnen und Sauenhaltern dringend, nun aktiv zu werden. Ohne ein Betriebs- und Umbaukonzept (nicht bindend) besteht kein Anspruch auf eine Übergangsfrist. Ab dem 09.02.2029 müssen Sauen im Deckzentrum gemäß der TierSchNutztV gehalten werden. Für den Umbau des Deckzentrums gibt es mehrere Varianten, die Herr Wernsmann anhand von Skizzen veranschaulichte. Jede Sauenhalterin und jeder Sauenhalter muss individuell entscheiden, welche Lösung für den eigenen Betrieb und aus wirtschaftlicher Sicht die Sinnvollste ist.
Zuletzt berichtet Vizepräsident Michael Uckelmann über die Pläne auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb. Außerdem ging er noch auf das Bundesfördergramm und die dazu laufenden verbandlichen Aktivitäten ein.
Rundum ein sehr informatvier Abend. Vielen Dank an die Referenten!
Fazit der Referenten war: Es gibt viele Herausforderungen aber wenn man diese in kleinen Schritten angeht, sind sie oftmals zu machen und die Nachfrage nach deutschen Ferkeln ist gut und wird eher steigen als fallen.
