Schweinehalter fordern : „Jetzt muss die Politik endlich handeln“

Beringmeier warnt vor dem Verlust von Betrieben und regionalen Wertschöpfungsketten. Schnelle Hilfe und verlässliche Rahmenbedingungen seien überfällig.
Die wirtschaftliche Lage der Schweinehalter ist dramatisch. Beim Veredlungstag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) mit mehr als 500 Landwirtinnen und Landwirten in Essenbach hat Hubertus Beringmeier, Veredlungspräsident des DBV und Vorsitzender des Fachausschusses Schwein, deutlich gemacht, wie ernst die Situation ist. Der Deutsche Bauernverband fordert kurzfristige Liquiditätshilfen und verlässliche Bedingungen für notwendige Stallumbauten.
„Unsere Betriebe machen mit jedem verkauften Schwein Verluste und viele haben ihre Reserven längst aufgebraucht“, erklärte Beringmeier. Er warnte vor den Folgen für die gesamte Branche: „Wenn die Politik jetzt nicht handelt, verlieren wir nicht nur Betriebe, sondern ganze regionale Wertschöpfungsketten.“ Die Preise befinden sich seit Monaten auf einem ruinösen Niveau. Der europäische Markt ist übersättigt und wichtige Absatzwege im Export sind durch zunehmende Konkurrenz im Exportgeschäft oder Handelshemmnisse, wie etwa die Afrikanische Schweinepest, versperrt.