Energiepreise | 8. April 2026

Steigende Energie- und Düngemittelpreise belasten Betriebe

Als Reaktion auf teurer Düngemittel und hohe Dieselpreise fordert der WLV schnelle Entlastung.

Auf die sich zuspitzende wirtschaftliche Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe in Westfalen-Lippe infolge des Nahost-Konflikts weist der WLV hin. Als Ursache nennt der Verband in einer Pressemitteilung die anhaltend hohen Energiepreise und stark gestiegene Kosten für Dünger. Besonders deutlich zeigt sich das bei Düngemitteln: Seit Ende Februar sind wichtige Düngemittel um bis zu 45 Prozent teurer geworden.

WLV Bild

Während Betriebsmittel wie Dünger, Strom und Kraftstoff auf einem historisch hohen Preisniveau verharren, bleiben gleichzeitig die Erlöse deutlich unter dem erforderlichen Niveau. Diese Schere gefährdet zunehmend die wirtschaftliche Stabilität unserer Familienbetriebe.

Hubertus Beringmeier
Bauernpräsident in Westfalen-Lippe

Trotz der nun vereinbarten Waffenruhe im Iran ist davon auszugehen, dass das hohe Preisniveau für Energie vorerst erhalten bleibt. Damit droht eine weitere Verteuerung mit direkten Folgen für landwirtschaftliche Betriebe und perspektivisch auch für die Verbraucherpreise.

Die angespannte Marktlage werde zusätzlich durch weiter sinkende Auszahlungspreise verschärft. Das anhaltend niedrige Erlösniveau bei vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen bringe zahlreiche Betriebe zunehmend an ihre wirtschaftlichen Belastungsgrenzen. .

Der Landwirtschaftsverband appelliert an die Politik, kurzfristige Entlastungen für Betriebe zu schaffen sowie verlässliche Perspektiven für Energie- und Düngemittelpreise zu entwickeln. Dazu gehören aus Sicht des Verbandes unter anderem:

  • die Entlastung von energieintensiven Produktionsprozessen (insbesondere Düngemittelherstellung)

  • die sofortige Aussetzung der CO2- Besteuerung für Kraftstoffe

  • eine vorübergehende Reduktion der Energiesteuer