Wirtschaftlicher Druck im Ackerbau hoch

Hohe Spannbreiten der Erträge und anhaltend hohe Kosten verschärfen die wirtschaftliche Lage vieler Ackerbaubetriebe. DBV und WLV fordern spürbare Entlastungen.
Die Getreideernte 2026 in Deutschland fällt nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbandes unterdurchschnittlich aus. Regional haben Trockenheit und Hitze die Erträge deutlich geschmälert, wenngleich einige Bestände von einer ausreichenden Bodenfeuchte profitieren konnten. Dieses unterschiedliche Bild zeigt sich besonders in Westfalen-Lippe. Gleichzeitig bleiben die Erlöse vieler Kulturen niedrig, während die Kosten für Betriebsmittel wie Kraftstoffe oder Düngemittel hoch sind. Klar ist: Viele Betriebe stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck.
Wirtschaftlicher Druck im Ackerbau wächst
Für viele Ackerbaubetriebe verschärft sich die wirtschaftliche Lage. Die Einnahmen aus der Ernte sinken, die Produktionskosten steigen weiter, der Spielraum für Investitionen wird zunehmend kleiner.
Angesichts dieser Lage sehen DBV und WLV akuten politischen Handlungsbedarf. Sie fordern verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Nur wirtschaftlich tragfähige Betriebe können dauerhaft die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln sichern.
"Schwächere Erträge, geringere Erlöse und hohe Betriebskosten treffen die Landwirtschaft in einer ohnehin angespannten Lage“, betont DBV-Präsident Joachim Rukwied. „Die Bundesregierung muss deshalb jetzt handeln: Wir brauchen eine spürbare Steuerentlastung beim Diesel und die zügige Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage.“