Schulstart & Landwirtschaft | 18. September 2026

Was lernt mein Kind über Landwirtschaft in der Schule?

Zum Schulstart lohnt sich ein genauer Blick: Was erfahren Kinder im Unterricht über Landwirtschaft und kann mein Hof zum Klassenzimmer werden?

Vielleicht kennen Sie diesen Moment: Ihr Kind erzählt vom Schulunterricht und plötzlich geht es um Landwirtschaft. Um Tierhaltung, Düngung oder Pflanzenschutzmittel. Und Sie merken: Das, was Ihr Kind erzählt, klingt anders als der Alltag auf Ihrem Hof. Ein Blick in das Schulbuch zu Erdkunde, Sachkunde oder Biologie lässt die Frage aufkommen: Welche Bilder von Landwirtschaft bekommt die nächste Generation vermittelt?

Den eigenen Hof zum Klassenzimmer machen

Genau hier setzt der Lernort Bauernhof des Berufsstandes an. Landwirtinnen und Landwirte öffnen ihren Betrieb für Schulklassen und zeigen, wie Landwirtschaft wirklich funktioniert. Kinder können Tiere beobachten, Maschinen kennenlernen, Pflanzen sehen und Fragen stellen.

Mitmachen und Landwirtschaft zeigen

Der WLV unterstützt Betriebe, die beim Lernort Bauernhof mitmachen möchten. Dazu gehören Informationen, Hilfestellungen für Hofbesuche, Unterstützung bei der Vorbereitung und eine Auswandspauschale.

Sie haben einen landwirtschaftlichen Betrieb und können sich vorstellen, Schulklassen zu empfangen? Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten des Lernort Bauernhof in Westfalen-Lippe.

Beim Lernort Bauernhof mitmachen

Der beste Weg zum Hofbesuch: Die direkte Ansprache der Klasse

Gerade jetzt zum Schulanfang ist ein guter Zeitpunkt, bei Lehrkräften und Eltern Interesse für den Lernort Bauernhof zu wecken. Im Fokus sollte dabei der Nutzen eines Hofbesuchs für Schule und Kinder stehen.

Ein Hofbesuch macht Themen aus Sachunterricht, Natur- und Ernährungskunde praktisch erlebbar. Schülerinnen und Schüler können ihre Fragen direkt an Landwirtinnen und Landwirte stellen. Auf dem Hof erlebt die Klasse Landwirtschaft dort, wo sie stattfindet. Inhalte lassen sich auf die jeweilige Klassenstufe abstimmen. Kinder können eigene Eindrücke sammeln und Vorstellungen überprüfen.

Vielleicht entsteht daraus schon bald ein Hofbesuch. Und vielleicht wird aus einer Darstellung im Schulbuch eine eigene Erfahrung.

6 Tipps, wie man Lehrkräfte für einen Hofbesuch gewinnen kann
  • An den Lehrplan anknüpfen und zeigen, welche Unterrichtsthemen sich auf dem Hof praktisch erleben lassen.

  • Ein echtes Erlebnis versprechen
    Nicht „Wir informieren über Landwirtschaft“, sondern: „Ihre Schülerinnen und Schüler erleben Landwirtschaft mit eigenen Augen.“ Das macht den Hofbesuch greifbar.

  • Die Schüler selber machen lassen
    So wird der Hofbesuch zum Erlebnis und bleibt in Erinnerung, zum Beispiel: den Kälbern Heu geben, eine Futterration für eine Kuh zusammenstellen, Insekten in der Weide suchen, mit dem Spaten im Boden nach Regenwürmern oder anderen Bodenlebewesen graben

  • Woher kommt die Milch? Was frisst eine Kuh? Was passiert auf dem Feld?
    Ein Hofbesuch beantwortet Fragen, die Kinder ohnehin stellen.

  • Den Aufwand für Lehrkräfte klein halten
    Lehrkräfte müssen wissen: Was erwartet mich? Wie lange dauert der Besuch? Für welche Klassenstufe passt er? Welche Vorbereitung ist nötig? Je konkreter die Antworten, desto leichter fällt die Entscheidung. Dabei hilft die Beratung durch den WLV.

  • Den regionalen Bezug nutzen
    Ein Hofbesuch verbindet Unterricht mit dem Lebensumfeld der Kinder und schafft einen persönlichen Zugang zur Landwirtschaft.