WLV kritisiert Wurst-Preissenkungen bei Aldi und Lidl

Regionale Erzeugung und Tierwohl erwarten, aber Wurstpreise senken? Das geht nicht, sagt der WLV und fordert Verantwortung von Handel und Schlachtunternehmen.
Die angekündigten Preissenkungen der Discounter Aldi und Lidl für Wurstwaren werden vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) scharf kritisiert. Während die Discounter mit günstigen Preisen werben, wird es für Schweinehalterinnen und Schweinehalter noch schwieriger, kostendeckend zu produzieren. Der Verband warnt davor, dass anhaltender Preisdruck immer mehr Tierhalter zur Aufgabe zwingt und die Zukunft der deutschen Tierhaltung zunehmend infrage stellt.
Zeitlich begrenzte Sonderaktionen ja, dauerhafter Preisdruck nein
„Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Zahl der Schweinehaltungsbetriebe in Deutschland bereits um mehr als 40 Prozent zurückgegangen“, erklärt WLV-Präsident Hubertus Beringmeier. Auch in der Rinderhaltung hätten rund 20 Prozent der Betriebe aufgegeben. Weitere Preissenkungen könnten diesen Trend verstärken und die Zukunft der heimischen Tierhaltung gefährden.
