Deutscher Bauerntag: „Landwirtschaft stärken, Versorgung sichern“

WLV-Präsident Beringmeier: „Jetzt politische Leitplanken der künftigen Agrarpolitik setzen!“
Münster <wlv> Der Deutsche Bauerntag 2026 in Freiburg steht unter dem Motto „Landwirtschaft stärken, Versorgung sichern“. Damit rückt der Berufsstand die zentrale Bedeutung der heimischen Landwirtschaft für Ernährungssicherheit, wirtschaftliche Stabilität und ländliche Räume ebenso in den Mittelpunkt, wie die Zukunftsträchtigkeit der Branche insgesamt. Rund 500 Delegierte aus ganz Deutschland, darunter 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Westfalen-Lippe, kommen zusammen, um im Austausch mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Branche zu erarbeiten.
Aus Sicht des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) kommt es jetzt entscheidend darauf an, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe zu sichern, um auf diese Weise die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln langfristig zuverlässig zu gewährleisten. Zentrale Themen sind in diesem Kontext der spürbare Abbau bürokratischer Hürden, verlässliche Perspektiven für die Tierhaltung, ein wirksames Wolfsmanagement sowie praxistaugliche Regelungen im Pflanzenschutz und in der Züchtung. Ebenso gilt es, Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft derart auszugestalten, dass sie betrieblich umsetzbar bleiben.
„Der Bauerntag 2026 steht ganz im Zeichen einer starken Landwirtschaft, die ihre zentrale Aufgabe für die Versorgungssicherheit erfüllt und gleichzeitig effizient weiterentwickelt wird. Dafür brauchen unsere Betriebe klare und verlässliche Rahmenbedingungen, die praxistauglich sind“, erklärt Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und selbst Delegierter in Freiburg. „Wir Landwirtinnen und Landwirte bringen konkrete Lösungen mit – von innovativen Produktionsmethoden bis hin zu nachhaltigen Konzepten für den Klima- und Ressourcenschutz. In der Veredlung, also der tierischen Erzeugung, ist die Lage derzeit äußerst angespannt. Am Schlachtschweinemarkt ging es zuletzt erneut bergab. Ein Überangebot auf dem europäischen Markt ist ursächlich. Von der Politik brauchen wir konkrete Hilfen, um derartige Preistäler abzufedern.“
Im Rahmen des Deutschen Bauerntages tauschen sich die Delegierten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft intensiv über die zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik aus. Im Mittelpunkt stehen dabei Strategien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Stärkung der heimischen Produktion sowie praxisnahe Ansätze für mehr Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Biodiversität. Die Tierhaltung bleibt demnach ein wesentliches Standbein der Landwirtschaft: „Wir wollen sie zukunftsfähig und im Sinne des Tierwohls weiterentwickeln. Dafür sind insbesondere verlässliche Investitionsbedingungen und eine angemessene Förderung entscheidend“, so Beringmeier. Auch aktuelle Herausforderungen wie Tierseuchen und deren Auswirkungen auf die Betriebe stehen weiterhin im Fokus der Beratungen.
