Schweinegipfel | 12. August 2026

WLV-Präsident Beringmeier im Gespräch mit Minister Alois Rainer

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Hubertus Beringmeier: „Wir brauchen jetzt konkrete und wirksame Sofortmaßnahmen, faire Wettbewerbsbedingungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen!“

Münster <wlv> Angesichts einer prekären Marktlage und des anhaltenden Strukturbruchs in der Schweinehaltung war Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes und zugleich Veredelungspräsident des Deutschen Bauernverbandes, am heutigen Tage beim sogenannten Schweinegipfel im direkten Austausch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband hatte bereits im Juli mit einem Positionspapier konkrete Forderungen formuliert, die nun nochmals Gegenstand des Gesprächs waren.

„Unseren Forderungen habe ich nochmals Nachdruck verliehen: Wir brauchen jetzt konkrete und wirksame Sofortmaßnahmen, faire Wettbewerbsbedingungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen! Mit Alois Rainer habe ich über zahlreiche Punkte aus unserem Papier diskutiert. Die unbürokratische Bereitstellung weitreichender Liquiditätshilfen und die vorzeitige Auszahlung der GAP-Direktzahlungen war ebenso Thema, wie zukünftige, wirtschaftlich tragbare Rahmenbedingungen und Instrumente zum besseren Umgang mit Krisen. Wichtig ist, dass wir kurzfristige wie langfristige Hilfen bekommen. Wir waren uns einig, dass gehandelt werden muss“, zog Hubertus Beringmeier im Anschluss an das Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Rainer ein erstes Fazit. „Der Strukturbruch in der Schweinehaltung ist keine Prognose mehr, sie ist seit Jahren bittere Realität. Eine ruinöse Preispolitik sowie der Rückgriff auf Importware sind ursächlich hierfür. Die Anforderungen an die Tierhaltung werden immer weiter verschärft. Der gewünschte Umbau der Tierhaltung hin zu höheren Haltungsformen wird von der Branche grundsätzlich auch mitgetragen. Fakt ist aber: Der Auszahlungspreis ist viel zu gering, um überhaupt kostendeckend zu arbeiten“, bringt Beringmeier die dramatische Situation der Schweinehalterinnen und Schweinehalter auf den Punkt.

Rund 2,3 Millionen Mastschweine werden auf Familienbetrieben in Westfalen-Lippe gehalten und mit einem Lebendgewicht von etwa 120 Kilogramm in umliegenden Schlachtunternehmen unter hohen Standards zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet. Lediglich 20 Prozent des Ladenpreises kommen derzeit bei den Schweinehalterinnen und Schweinehaltern an.

Positionspapiere von WLV und DBV

WLV-Positionspapier „Schweinehaltung braucht Zukunftsperspektiven“
12.08.2026
Dateigröße: 171 KB
DBV-Forderungspapier
12.08.2026
Dateigröße: 764 KB