Ernte-Pressekonferenz | 11. September 2026

Erntebilanz auf Hof Henk in Bad Berleburg

Im Fokus der Pressekonferenz standen neben Erträgen die Sicherung der Ernte durch wirksamen Pflanzenschutz und die angespannte Lage bei den Erzeugerpreisen.

Am Freitag hat der WLV auf dem Hof der Familie Henk in Bad Berleburg (Kreis Siegen-Wittgenstein) seine Erntebilanz gezogen. Neben aktuellen Erntezahlen ging Bauernpräsident Hubertus Beringmeier auf die aktuellen Rahmenbedingungen der Betriebe ein. "Die Bauernfamilien in Westfalen-Lippe blicken auf ein vielerorts herausforderndes Erntejahr in Westfalen-Lippe zurück", betonte Beringmeier..

Effektiver Pflanzenschutz als zwingende Voraussetzung

Vor dem Hintergrund der klimatischen Herausforderungen im Ackerbau ist ein effektiver Pflanzenschutz für die Landwirtschaft eine zwingende Voraussetzung für sichere und gesunde Lebensmittel. Die Landwirtschaft wird den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter optimieren, pauschale Pflanzenschutzverbote werden vom Berufsstand jedoch abgelehnt. Vielmehr würden neue Wirkstoffe benötigt, um Resistenzen vorzubeugen und um weiter die hohen Qualitätsanforderungen an den Ackerbau zu erfüllen.

„Effektiver Pflanzenschutz ist eine zwingende Voraussetzung für sichere und gesunde Lebensmittel“, unterstrich Hubertus Beringmeier. „Mit Blick auf die Regelungen zur Düngeverordnung setzen wir auf das Prinzip der Verursachergerechtigkeit. Pauschale Verbote und flächendeckende Restriktionen, die auch Betriebe treffen, die nachweislich gewässerschonend und ordnungsgemäß wirtschaften, lehne ich ab“.

Erzeugerpreise auf niedrigem Niveau, Marktlage angespannt 

Bei anhaltend schlechten Getreidepreisen seien die Erzeugerpreise im Pflanzenbau weiterhin auf niedrigem Niveau und insgesamt nicht kostendeckend, berichtete Beringmeier. Teure Betriebsmittel wie Kraftstoff und Dünger, aber auch notwendige Bewässerung, kosteten die landwirtschaftlichen Betriebe viel Geld, sodass die betriebswirtschaftliche Lage im Ackerbau insgesamt angespannt sei.

Aufgegriffen wurde im Pressetermin die prekären Marktlage und der Strukturbruch in der Schweinehaltung. Die wirtschaftliche Lage der deutschen Ferkelerzeugung und Schweinehaltung sei in weiten Teilen existenzbedrohend. "Wir brauchen jetzt konkrete und wirksame Sofortmaßnahmen, faire Wettbewerbsbedingungen und verlässliche politische Rahmenbedingungen“, betonte Hubertus Beringmeier.

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