Energiepolitik | 22. Juli 2026

WLV fordert Nachbesserungen beim EEG 2027

Der WLV sieht den Gesetzentwurf für das neue EEG kritisch. Vor allem bei Windenergie drohen Nachteile für Betriebe in Westfalen-Lippe.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 18. Juli 2027 den Referentenentwurf für das EEG 2027 vorgelegt. Der WLV begrüßt zwar den geplanten Bonus für Agri-PV und Moor-PV, hält ihn aber für zu niedrig. Vor allem die geplanten Änderungen bei der Windenergie bewertet der Verband kritisch.

Nach Einschätzung des WLV benachteiligen die vorgesehenen Regelungen einzelne Regionen.

Besonders kritisch ist die geplante Einstufung des Kreises Borken als Küstenregion. Dadurch hätten Windenergieprojekte dort schlechtere Wettbewerbsbedingungen als in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens.

Auch der geplante Pachtdeckel sorgt aus Sicht des Verbandes für Probleme. Er greift in bestehende Marktmechanismen ein, schränkt Flächeneigentümer ein und erhöht den Verwaltungsaufwand.

Der WLV fordert außerdem:

  • höhere Anreize für Agri-PV und Moor-PV,

  • faire Bedingungen für Windenergie in allen Regionen,

  • zusätzliche Ausschreibungsmengen noch in diesem Jahr,

  • keinen Pachtdeckel für Windenergieanlagen.

Viele Betriebe investieren seit Jahren in Photovoltaik-, Windenergie- oder Biogasanlagen. Sie brauchen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, um Investitionen sicher planen zu können. Der WLV will sich deshalb im weiteren Gesetzgebungsverfahren für Nachbesserungen einsetzen.

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