WLV fordert praktikable Regeln für die Bekämpfung von Schadnagern

Neue Vorgaben zur Schadnagerbekämpfung sorgen für Kritik. Der WLV warnt vor mehr Bürokratie und fordert praktikable Lösungen für Betriebe.
Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) macht auf die hohe Bedeutung einer wirksamen und fachgerechten Schadnagerbekämpfung in der Landwirtschaft aufmerksam. Hintergrund sind neue gesetzliche Vorgaben und steigende Gesundheitsrisiken durch Ratten und Mäuse. Besonders die Gefahr einer Übertragung des Hantavirus rückt stärker in den Fokus.
Schadnager verursachen große Schäden an Vorräten, Gebäuden und technischen Anlagen. Gleichzeitig können sie zahlreiche Krankheiten übertragen.
Neue Sachkunde ab 2027 vorgesehen
Mit der geplanten Novellierung der Gefahrstoffverordnung kommen zusätzliche Anforderungen auf Betriebe zu. Ab dem 28. Juli 2027 reicht der bisherige Sachkundenachweis Pflanzenschutz nicht mehr aus, um bestimmte Rodentizide anzuwenden oder zu kaufen.
Künftig soll gelten:
Zusätzliche Spezial-Sachkunde ist notwendig.
Ein mehrtägiger Lehrgang mit Prüfung ist vorgesehen
Betroffen sind Mittel mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen
